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Drei Wochen Sri Lanka – Reisetipps zu verschiedenen Insel-Highlights

Gepostet am 2. Aug 2013 in Aktuelles, Asien

Ob traumhaft schöne Strände, alte Königsstädte oder scheinbar endlose Teeplantagen – Sri Lanka bietet seinen Besuchern ein abwechslungsreiches Programm. Die Bergstadt Kandy, der Löwenfelsen Sigiriya, Mihintale und Anuradhapura sind nur einige Highlights. Weitere Insider-Tipps gibt es hier.

Weg von der Hauptstadt

Jeep Safari auf Sri Lanka

Jeep Safari auf Sri Lanka

Drei Wochen Inselurlaub haben viele Eindrücke hinterlassen. Einige Tipps rund um Sri Lanka haben wir einmal zusammengefasst. Für die Hauptstadt Colombo sollte man nicht zu viel Zeit einplanen. Das alte Fort ist heute Regierungssitz und Militärbasis und kann somit nicht besucht werden. Auch ein zusammenhängendes Stadtzentrum existiert nicht wirklich. Jedoch gibt es viele Tempel und Märkte zu bestaunen. Was wir auch taten. Für den Besuch eines Forts sollte man nach Galle reisen. Auf einer kleinen Halbinsel liegt hier das alte holländische Fort. Die Wälle der Befestigungsanlage sind heute beliebte Promenaden und in den Gassen gibt es kleine Boutiquen und einladende Cafés. Etwas außerhalb der Stadt finden sich einige tolle Strände, die zum Verweilen einladen.

Für Natur- und Tierliebhaber hat Sri Lanka einige Nationalparks zu bieten. Der Yala West National Park ist eines der größten Naturschutzgebiete der Insel. Frühaufsteher können bereits die erste Tour um 5:00 Uhr morgens ab Tissamaharama buchen. Pünktlich zum Sonnenaufgang steht man vor den Toren des Parks. Mit etwas Glück sieht man gleich bei der Einfahrt einen Wildelefanten. Während der Jeep durch den Park „cruist“, begegnen wir Krokodilen, Wasserbüffeln, weiteren Elefanten und einer Vielzahl von Vögeln. Auch ein Leopard wurde in einem Baum entdeckt. Für dieses Highlight war jedoch eine besonders gute Kamera mit Weitwinkel nötig.

Eine sportliche Herausforderung ist „Adam´s Peak“. Auf Sri Lankas heiligstem Berg soll Buddha einen Fußabdruck hinterlassen haben. Wer dies persönlich kontrollieren möchte, muss jedoch zuerst 5.000 Stufen nehmen. Viele Pilger und Mönche tun dies bereits am Vorabend, um vom Gipfel aus den Sonnenaufgang zu erleben. Es soll ein einmaliges Erlebnis sein. Darüber können wir jedoch nicht berichten, da wir es nur bis zur Hälfte schafften. Trotz der treuen Begleitung eines einheimischen Hundes, der spontan Oskar von uns getauft wurde, war uns der gesamte Aufstieg aus zeitlichen Gründen und körperlicher Erschöpfung nicht möglich. Ein Grund, um die Insel für einen zweiten Versuch noch einmal zu besuchen.

Das Essen brennt

Mönche in orangefarbenen Umhängen auf Sri Lanka

Mönche in orangefarbenen Umhängen auf Sri Lanka

Der Kulinarik Sri Lankas könnte ein ganz eigener Bericht gewidmet werden. Ein Wort käme jedoch in jedem Abschnitt vor: SCHARF. Auch wir brauchten ein paar Tage, um uns an die Schärfe der Speisen zu gewöhnen. Chilli wird anscheinend in jede Speise reichlich gegeben. Doch die unterschiedlichsten Currys sind einfach zu lecker. Ganz zu schweigen von der Vielfalt an kleinen Leckereien an Straßenläden und in kleinen Bäckereien. Bei der Auswahl ist ein wenig Mut gefragt, denn gerade auf Sri Lankas ist die Verständigung nicht immer einfach. Zeichensprache hilft. Meist erlebt man jedoch eine köstliche Belohnung. Und besonders witzig sind die Verpackungen. Denn aus einer alten Seminarmitschrift wird dank einiger Klammern schnell eine Takeaway-Tüte. Guten Appetit.

Nützliche Reisehinweise

Da Sri Lanka sehr durch Indien geprägt wurde, sollten vor allem Damen bei der Zusammenstellung ihrer Reisegarderobe einige Dinge beachten. Sind die Temperaturen noch so hoch, sollte auf eine zu kurze Hose dennoch verzichtet werden. Ceylonesen sind den Anblick nackter Beine in der Öffentlichkeit nicht unbedingt gewohnt. Gerade in den öffentlichen Verkehrsmitteln empfiehlt sich eine lange Leinen- oder Baumwollhose. Auch die Schultern sollten möglichst nicht zu frei gezeigt werden. In Touristen-Badeorten sind die Regeln jedoch nicht so streng. Beim Besuch einer Pagode oder eines Tempels gilt für Mann und Frau eine angemessene Bekleidung: lange Hosen, bedeckte Schultern und keine Kopfbedeckung.

Trinkgelder sind auch auf Sri Lanka gern gesehen. Manchmal sollte man jedoch vorsichtig sein. Gern werden Führungen durch touristische Anlagen oder Sehenswürdigkeiten angeboten. Der zuerst kostenlos erscheinende Service aus Liebe zum Land oder der eigenen Stadt entpuppt sich mancherorts jedoch als teure Touristenfalle. Es empfiehlt sich daher eine Preisverhandlung zu beginn oder ein deutliches „No, thank you“ zu sagen.

Nichtsdestotrotz ist die einheimische Bevölkerung sehr zuvorkommend. Schnell ist man als Tourist erkannt und wird angelächelt. In Bussen werden plötzlich zwei nebeneinanderliegende Sitzplätze frei, wo eben noch Platzmangel herrschte. Hinweis: Die Plätze ganz vorne im Bus, sind meistens für Mönche reserviert.

Fotos: J. Sebök