Categories Menu

Strandurlaub an der Nordsee und Quallen-Alarm

Gepostet am 27. Jun 2013 in Aktuelles, Europa

Ein wunderschöner Sommertag, der Nordseestrand ist voller Urlauber und das Wasser, trotz nicht ganz mediterraner Temperaturen, einladend für Groß und Klein. Egal, ob die rauere Nordsee oder die etwas gemächlichere Ostsee: Hier lasse ich meine Seele baumeln wie die Füße im Sand, wenn ich im Strandkorb sitze und auf die Wellen blicke, während mir eine frische Brise um die Nase weht. So muss Urlaub sich anfühlen.

Neulich am Meer

Quallen - Anschauen ja, Anfassen nein (Foto: uwimages, Fotolia.com)

Quallen – Anschauen ja, Anfassen nein (Foto: uwimages, Fotolia.com)

Und als Wasserratte muss ich ans Meer. Doch die Badefreude ist getrübt, denn im Wasser schwimmen Quallen. Viele Badegäste trauen sich nicht in die Wellen, denn sie finden Quallen eklig und unangenehm. Da geht es ihnen so wie mir. Klar, besonders schön sind die kleinen Plagegeister nicht als Badegefährten. Aber tatsächlich sind sie für den Menschen in der Regel nicht sonderlich gefährlich, habe ich kürzlich erfahren. Ob und wann Quallen auftreten, kann man nicht einfach so pauschal sagen. Das ist abhängig vom Wind und der herrschenden Strömung. In Deutschland gibt es verschiedene Quallen-Arten, von denen die meisten nicht besonders gut schwimmen können, weshalb sie sich von der Strömung treiben lassen in den meisten Fällen. Aus diesem Grund treten sie häufig in Gruppen auf.

Es gibt Ohrenquallen, Kompassquallen und blaue Nesselquallen, die zwar allesamt leichte Nesselgifte enthalten, aber der Kontakt bleibt für den Menschen in den meisten Fällen folgenlos. Anders ist es bei der Feuerqualle. Der Kontakt mit ihr ist nicht sonderlich angenehm, denn er kann sehr schmerzhaft sein und unter den heimischen Quallen-Arten ist sie wohl die gefährlichste, jedoch keineswegs tödlich, obwohl bei allergischen Personen Fieber, Erbrechen, Hautausschlag, Atembeschwerden und Ähnliches die Folgen sein können. Bei derartigen Symptomen sofort zum Arzt. Wer mehr dazu wissen möchte, hier gibt es noch einen interessanten Beitrag: „Quallen an der Nord- und Ostsee„.

Hausmittelchen in der Strandtasche

Wer in eine Feuerqualle geschwommen ist, der kann folgende Sofortmaßnahmen probieren: Die betroffenen Stellen mit Haushaltsessig beträufeln. Ich habe diesen beim Strandurlaub in einer Sprühflasche immer für den Notfall dabei. Man kann die Haut dann mit Essig besprühen, Sand auftragen und dann abreiben. Diesen Vorgang sollte man mehrfach wiederholen, da so die sich noch an der Haut befindlichen Nesselkapseln abgelöst werden.

Ein weiteres Hausmittel ist Rasierschaum, der auf die betroffenen Stellen gesprüht wird und dann mindestens fünf Minuten einwirken sollte, bevor man ihn abreibt. Diesen habe ich aber nicht in meiner Strandtasche. Ebenso hat sich Teebaumöl bewährt. Keinesfalls ist es ratsam, die Nesselkapseln mit Wasser oder gar Alkohol abzureiben, denn dies kann das Leiden noch verschlimmern und ist wenig hilfreich.

Video „Was sind eigentlich Quallen?“

Okay, nun weiß ich also, was zu tun ist und dass die meisten Quallen harmlos sind. Aber ich bleibe für heute trotzdem lieber im Strandkorb sitzen und höre den Möwen zu. Vielleicht sind die Quallen morgen weg. Zum Schluss noch ein nettes Video zum Thema: