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Burgberg und Rudas-Bad in Budapest

Gepostet am 28. Nov 2010 in Aktuelles, Europa

Ob Sommer oder Winter- egal, zu allen Jahreszeiten ist Budapest das Ziel vieler Touristen. Der Herbst, in Deutschland oft grau und trist, zeigt sich in Budapest meist von seiner besten Seite. Milde Temperaturen, Sonnenschein und bunt gefärbtes Laub –schon gibt es gute Laune.

Der Burgberg in Budapest

Die Fischerbastei in Budapest

Die Fischerbastei in Budapest

Der Burgberg ist eine der vielen Sehenswürdigkeiten, die man unbedingt besucht haben muss. Wie eine kleine Stadt für sich stehen die ehrwürdigen Gebäude, die beeindruckenden Kirchen, die starken Festungsmauern vor dem Gast. Doch es pulsiert das Leben, überflutet von den Touristen, wie überall. Kleine Cafes, moderne Restaurants, Souvenirläden reihen sich eng aneinander. Ein Tag ist zu knapp, um das alles zu erfassen, aber die Matthiaskirche, die Fischerbastei mit herrlicher Sicht auf die Donau – das sind schon Dinge, die man gesehen haben muss.

Leckeres Essen in einer Gastsätte auf dem Burgberg, in der Nähe der Matthiaskirche. Der Chef steht schon am Eingang und begrüßt herzlich seine Gäste. Ach-wie freut er sich, wenn die Touristen sich ein wenig in der ungarischen Sprache versuchen. Na dann – jo`etvagyat !! Guten Appetit !!

Cafe Ruszwurm in Budapest

Cafe Ruszwurm in Budapest

Zum Kaffeetrinken ins älteste und kleinste Cafe des Burgberges zu gehen, ins RUSZWURM, ist schon fast Pflicht für Traditionsbewusste. Die Bedienung ist flott, es schmeckt prima, egal ob Dobos -Torte oder andere leckere Sachen. Interessant aber auch das unterirdische Labyrinth auf dem Burgberg. Es ist mit einer Länge von über 1000 Metern richtig gruselig mit seinen vielen verwirrenden Seitengängen. Besonders in den Abendstunden, wenn man mit einer einfachen Ölfunzel 16 Meter unter der Erde unterwegs ist und den Ausgang sucht.

Das Rudas-Bad in Budapest

Die Bäder Budapests sind schon etwas Besonderes. In einer Woche kann man schon vier verschiedene Bäder besuchen, das reicht, um keine Schwimmhäute zwischen den Fingern zu bekommen.

Das Gellert-Bad in Budapest

Das Gellert-Bad in Budapest

Das Rudas–Bad ist wahrhaftig türkisch und auf den ersten Blick sehr unscheinbar. An bestimmten Tagen dürfen nur Männer das Bad nutzen, an anderen nur Frauen. Man muss sich an die alte Bausubstanz des Bades gewöhnen, und den relativ dunklen Bereich des Beckens unter der Kuppel. Allerdings mit Phantasie kann man sich die Zeiten vorstellen, in denen nackte türkische Frauen sich im warmen Wasser entspannten, plauderten und das Leben genossen. Es ist wie Magie, irgendwann findet man dann auch das Baden belebender und wohltuender, wenn Badeanzug oder Badehose in der Ecke liegen.

Anzufügen ist, dass viele Bereiche dieses Bades modernisiert und erweitert wurden. Ganz anders sind die Bäder, wie Lukas-, Gellert- und Szechenyi-Bad. Große, reich verzierte und stattliche Gebäude mit mehreren Schwimmbecken, Saunen und Massageräumen bieten den Badegästen jeden Komfort. Das wird von Einheimischen und Touristen fleißig genutzt, zumal die Preise erschwinglich sind. Gerade in der herbstlichen Zeit rekelt man ich gern im warmen Thermalwasser.

Fotos: K. Sebök