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Die Marienschlucht – eine weitere kleine Merkwürdigkeit

Gepostet am 22. Mrz 2010 in Aktuelles, Europa

Um den Bodensee herum lässt es sich gut wandern. Direkt am Überlinger See gibt es einen Ort, der mystisch, gefährlich und erholsam zugleich ist. Die Rede ist von der Marienschlucht am Bodensee.

Ein Spaziergang durch die Marienschlucht

In der Marienschlucht

In der Marienschlucht

Einst hieß sie Maria-Schlucht. Maria von Walderdorff war die Frau von Othmar von Bodmann. Sein Vater vermerkte damals in einem seiner Tagebücher: „Unsere schöne Gegend wurde durch eine weitere Merkwürdigkeit bereichert“. Etwas merkwürdig ist die Felsenkette schon, die sich entlang dem Überlinger See über mehrerer Kilometer zieht.

Das sandige Ufer läd zu einem Spaziergang ein. Auch im Sommer oder an warmen Frühlingstagen ist es ein Ort der Ruhe. Das Wasser plätschert, die Wellen rauschen und der Wind streift leicht über die Steine. Die eine Richtung führt nach Bodmann (ca. 8 km) – die entgegengesetzte Richtung nach Wallhausen (ca. 5 km).

Genug Zeit um zu Entspannen und Nachzudenken.

Der lange Weg nach oben

Praktisch bei den ganzen Waldwegen: ein Wegweiser

Praktisch bei den ganzen Waldwegen: ein Wegweiser

Entlang der Felsen gibt es nur einen Aufgang – die Marienschlucht. Über viele verwinkelte Holztreppen gelangt der Wanderer nach oben. Gerade in den kalten Monaten sind festes Schuhwerk angebrach, denn einen Winterdienst gibt es hier nicht. Unter den Stufen fließt ein kleiner Bach und sorgt für die richtige Geräuschkulisse. Nach gut 10 Minuten ist der Wanderweg zu Ende. Dort angekommen steht die Ruine Kargegg. Besser gesagt, steht nur noch eine 20 Meter hohe Steinwand. Eine gemütliche Rast unter den knarzenden Laubbäumen und mit Blick auf den Überlinger See belohnt den fleißigen „Bergsteiger“ immer wieder aufs Neue.

Von hier aus lässt sich anschließend bequem bis zum nahe gelegenen Waldparkplatz spazieren. Einen Steinwurf von der Marienschlucht entfernt. Von da sind es mit dem Auto gut 15 Minuten bis Konstanz. Und schon hat uns die Zivilisation wieder.

Fotos: J. Sebök